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F. KREYENBÜHL - DR. KRAMER - PROF. DR. ZANDER |
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Dieses Volk war ein ausgesprochenes Hünglervolk mit schwarzer Königin und schwarzen Bienen. Es war ein Volk mit mäßigem Bruttrieb, mit schöner Umrahmung des angemessen großen Brutkörpers und seinem haushälterischem Sinn, als Spätbrüten besonders geeignet für späte und mittelfrühe Lagen.
Auch die aus diesem Zuchtstoff geschlüpften Königinnen waren alle schwarz. Ein Unterschied in der Farbe war höchstens daran zu beobachten, dass zwei oder drei davon am schwarzen Hinderleib noch schwärzere Ringe hatten. Fortan wurde dieser Zuchtstamm "Nigra„, d.h. die Schwarze genannt.
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Die Königinnen wurden nicht am Stande zur Paarung aufgestellt, sondern etwa zweieinhalb km weiter im sog. Dubenmoos, wo ein Korbvolk, ebenfalls mit sehr dunklen Bienen stand. Später wurde dieser Platz weiter als Belegstelle für die Nigra benutzt, das Korbvolk wurde gegen eines des Stammes "Nigra" ausgetauscht. Noch im selben Jahr, 1899 stellte Kreyenbühl auf Verlangen des Zentralpräsidenten Kramer Völker auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Luzern aus. Er erhielt dafür ein Diplom 1. Klasse und wurde gleichzeitig verpflichtet, im kommenden Jahr Zuchtstoff in Form von Eistücken aus dem Muttervolk abzugeben. Im ersten Jahr wurden 60 Eistücke in die ganze Schweiz verteilt. Bei 43 Imkern glückte die Nachzucht, insgesamt wurden 154 Königinnen erstellt.
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Der Stamm Nigra hat also im Jahre 1900 einen Zuwachs von 154 Familien erhalten. Im folgenden Jahre ließ ich mich nicht mehr "offiziell als Eierhändler" in der Blauen ausschreiben. Ich belieferte nur mehr gute Freunde und Bekannte, musste aber gleichwohl so viele Eiersendungen machen, dass ich bald kein rechtes Nigravolk mehr gehabt hätte. Ich zog mich deshalb in den folgenden Jahren als Zuchtstoff und Königinnenlieferant so viel als möglich zurück und suchte mit meinen Nigra - Zuchtprodukten meinen Stand zu heben, was mir bis zu meinem Wegzuge nach Ettiswil so ziemlich gelang. Es traten für mich andere Züchter in die Lücke, welche von meinem Stammvolke Stoff bezogen hatten und nun Zuchtstoff und Königinnen verkauften, so nebst anderen auch H. Koch in Mauensee, der schon im Jahre 1903 46 Königinnen verkaufte und nachher alle Jahre mehr.
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Es kam die kant. Landw. Ausstellung in Luzern vom Jahre 1909, an der ich nicht ausstellen wollte. Das Nigrastammvolk lebte immer noch. Auf speziellen Wunsch von Herrn Dr. Kramer war an demselben bez. Königinwechsel nichts gemacht worden. Bauerneuerung, Schleudern und Füttern im Herbst waren die Arbeiten, die ich damit hatte. Da Herr Kramer auf die Wanderversammlung von 1909, die auch in Luzern stattfand, eine Enquete bez. der Leistungen der damals bestehenden Zuchtstämme gemacht hatte, wünschte er das Stammvolk Nigra mit Abkömmlingen wieder auf den Platz. Ich erhielt dafür wieder ein Diplom I. Klasse und der Stamm schwang oben aus. Das Stammvolk hat noch existiert bis zum Kriegsjahr 1914.
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 Mellifera-Züchter ~ Mellifera-Breeders in Europe
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