Merkmalsbeurteilung - Arbeitsbienen, Drohnen, Königin

Goetze, Kruber, Ruttner, Pechhacker, Pexa

Mellifera-Arbeitsbiene

Die Merkmalsuntersuchung der Körpermerkmale geografischer Bienenrassen nach dem Standardverfahren von Prof. Dr. Friedrich Ruttner wie Cubitalindex (CI), Panzerzeichen, Haarlänge, Filzbinden, Haarfarbe ist auch das Standardverfahren in den Zuchtrichtlinien ZRL des D.I.B.
Die Merkmalsuntersuchung ist nur ein Bestandteil der Vollkörung, die auch die Leistungsprüfung eines Bienenvolkes nach Honigertrag, Sanftmut, Wabensitz, Schwarmneigung und Varroatoleranz umfasst. Der Körschein des D.I.B. berücksichtigt alle Merkmale einer Leistungszucht im Rahmen der Zuchtwertschätzung ZWS...
Nach neueren wissenschftlichen Erkenntnissen genügen die aufgelisteten Kriterien nicht zur exakten Unterscheidung ziwschen Mellifera und Carnica.
Hantelindex (HI), Diskoidalverschiebung (DV) bzw. Diskoidalindex (DI) bzw. Discoidalshift (DS) sind unerlässliche zusätzliche Kriterien, um bei der Abgrenzung der Bienenrassenrassen eine ähnliche Trefferquote zu erzielen wie bei DNA-Hybridtests.

In England werden die Königinnenflügel einer unbegatteten M-Königin morphometrisch vermessen, um Aussagen über die Reinpaaarung ihrer Mutter machen zu können, von der sie abstammt und von der dann evtl. umgelarvt wird.
Beim DNA-Hybridtest werden die Drohnen einer Jungkönigin analysiert, um die Reinpaarung ihrer Mutter festzustellen, von der dann evtl. Zuchtsoff zum Umlarven genommen werden kann.

Beide morphometrische Verfahren (Königinnenflügel vermessen oder Drohnen einer Jungkönigin vermessen) eigenen sich auch, um die Aussagekraft der teuren DNA-Hybridtest ca. 100 EURO pro Köngin zu verifizieren.

HI + DV nach Goetze und Kruber

HI+DV nach Goetze und Kruber

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